Invalidensiedlung in Berlin Frohnau
Die Invalidensiedlung in Frohnau wurde ursprünglich für Kriegsinvaliden des ersten Weltkriegs erbaut. Die Invalidensiedlung entstand 1938, während der NS-Zeit, unter Leitung des Heeresbauamtes nach Plänen der Militärbaubeamten Kallmeyer und Hagen. Das im Jahre 1747 von Friedrich dem Großen gegründete - ursprüngliche - Invalidenhaus am nördlichen Spreebogen mußte in dieser Zeit auf Wunsch Görings umziehen.
Die Invalidensiedlung wurde konzipiert mit zweigeschossigen holländisch anmutenden Klinkerhäusern mit insgesamt 50 Wohnungen. Hinzu kamen ein Wirtschaftsgebäude, das "Haus des Kommandanten" und zwei Toreingänge mit Schilderhäuschen.
Über den Hauseingängen befinden sich Relief- und Schriftschmuckarbeiten mit Jahreszahlen oder Ortsnamen. Die steinernen Reliefs über den Hauseingängen beziehen sich auf die Schlachten der Schlesischen Kriege von 1740/42 und 1744/45.
Seit 1953 obliegt die Verwaltung der Invalidensiedlung dem Landesversorgungsamt.
Die Buslinie 125 verbindet die Invalidensiedlung und den S-Bahnhof Frohnau mit Tegel. Von der B96 aus zweigt der Staehleweg, die Verlängerung des Hubertusweges, zur Invalidensiedlung ab. Der Name des Zugangsweges erinnert an den 1945 ermordeten Widerstandskämpfer Oberst W. Staehle.
Weitere Informationen: Invalidensiedlung Berlin Frohnau "von oben"
